Donnerstag, 21. Februar 2008

Blog Entry dated 22.02.2008 00:05

 

Touren

Heute: Fulda

Eine sehr sehenswerte Barockstadt

Streckenlänge einfach, Bundesstrasse: 112 km
Aschaffenburg - Bad Orb - Sterbfritz - Fulda

Motorradstrecke vom Allerfeinsten

An einem Juli-Sonntag ging es um 10 Uhr los.3 Motorräder und Sonnenschein pur. Da kann nichts mehr schief gehen.

Dom zu Fulda

Eine Yamaha DragStar Classic, eine BMW K110 und meine XJR1300 SP machten sich auf den Weg in Richtung Rhön.

Gemütlich fuhren wir die erste Station Bad Orb an. Eine Kurstadt im schönen Naturpark Spessart, welche nicht nur zur Kur, sondern auch zum gemütlichen Kaffee und Kuchen einlädt. Eine historische Alt-Stadt mit Fachwerkhäusern, ein Kurpark und weitere Sehenswürdigkeiten verleihen diesem Fleckchen einen besonderen Charme.

Nach kurzem Aufenthalt ging es weiter durch unzählige Waldschneisen, Wälder und kleinere Ortschaften. Die Strassen laden regelrecht zum Cruisen ein und auch manch verkappter "Valentino Rossi" bevorzugt diese Strecke für seinen Adrenalinstoss. Auf den teilweisen doch schlechten Strassenverhältnissen ist hierbei oberste Vorsicht geboten. Nach 33 zurückgelegten Kilometern erreichten wir das schöne Sterbfritz (Wobei sich das schon fast paradox anhört) , welches der Gemeinde Sinntal angehört. Ein kleines, beschauliches und dennoch von Motorradfahrern, aufgrund zweier Biergärten die im Freien zum gemütlichen Aufenthalt einladen, geliebtes Dörfchen. Schnurstrax fuhren wir durch zum eigentlichen Ziel.

Von Sterbfritz bis nach Fulda sind es knappe 35 Kilometer die zurückgelegt werden mussten.

So langsam aber sicher machte uns trotz ausreichendem Fahrtwind die Hitze zu schaffen. Besonders als wir in Fulda ankamen und an einigen Ampeln für längere Zeit zum Warten verdonnert waren. Die Sonne und die Wärme des Motors gaben alles um uns jede Schweissperle zu entlocken, die wir auch nur ansatzweise noch inne hatten. An irgendeiner Kreuzung wurde beschlossen, umgehend und auf dem kürzesten Weg eine Sitzgelegenheit mit einer Erfrischungsmöglichkeit aufzusuchen. Im Herzen der Barockstadt, nur unweit von der Orangerie entfernt, konnten wir ein Plätzchen in der Sonne ergattern. Alle anderen, mit Schirm ausgestatteten, Sitzgruppen waren schon belegt. Ein frisches Kühles hatte uns bei der Senkung der Körpertemperatur geholfen. Wenn auch nur unwesentlich. :-)

Nach diesem Rast fuhren wir noch ein wenig herum und schauten uns dabei diese Stadt an. Zwischenzeitlich legten wir einen weiteren Stopp zur Nahrungsaufnahme ein.

Danach hiess es: "Auf den Sattel und ab nach Obernburg!".

Zurück durch den ganzen Spessart, über die Stadt Lohr, nach Obernburg erwartete uns ein bereits vorgewärmter Grill mit Köstlichkeiten. Ausgeruht und gesättigt ging es auf die Heimreise nach Aschaffenburg.

Im Großen und Ganzen eine schöne Tour zu fahren, die ein klein wenig Sitzfleisch erfordert, da die unzähligen Kurven der Landstraßen, die Durschnittsgeschwindigkeit erheblich reduzieren. Dennoch für jeden Cruiser ein absolutes Muss!

© René

Fakten zu Fulda

Fulda

Wappen der Stadt Fulda

Am 12. März 744 gründete Sturmius das Benediktinerkloster Fulda. Sturmius war von Bonifatius, dem Missionar und Organisator der Fränkischen Kirche, mit dieser Klostergründung beauftragt worden.

751 konnte Bonifatius bei Papst Zacharias das Privileg der Exemtion bewirken und somit das Kloster der Gerichtsbarkeit der örtlichen Bischöfe entziehen. Exemtion und Landschenkungen, die im besonderen Maße nach dem Tode von Bonifatius und seiner Beisetzung in der Klosterkirche erfolgten, sind die Wurzeln der politischen und geistlichen Unabhängigkeit des späteren Hochstiftes Fulda.

Orangerie in Fulda

Die Entwicklung des Klosters fand ihren äußeren Abschluß durch die 1220 eingetretene Erhebung des Abtes zum Reichsfürsten und dem damit verbundenen Titel "Fürstabt".

In seiner Eigenschaft als Grundherr förderte der Abt auch die Ansiedlung von Handwerkern und Kaufleuten. Diese Siedlung erhielt im Jahre 1019 das Marktrecht. Auf einer 1114 geprägten Münze wird die Siedlung bereits als "Stadt Fulda" bezeichnet.

Eine erfolgreiche und sparsame Politik der Fürstäbte der zweiten Hälfte des 17. Jh. schuf die Grundlage für die zweite Blüte von Stadt und Hochstift Fulda in der Barockzeit des 18. Jh. Die umfangreiche barocke Bautätigkeit begann mit der Errichtung des Doms und prägt das Stadtbild vor allem auch durch den neuen Schloßbau, die Anlage des Schloßgartens, die Errichtung großer Adelspalais in der Umgebung des Residenzschlosses, eines Gebäudes für die Landesuniversität, eines Hospitals sowie eines gegenüber der Residenz gelegenen Wachgebäudes. Die Fuldaer Porzellanmanufaktur (1764-1789) wies einen ausgesprochen hohen Qualitätsstandard auf.

Schlossgarten in Fulda

Nach der Säkularisation 1802 ging das Hochstift Fulda als politisches Gebilde zu Ende.

Heute ist Fulda das wirtschaftliche, politische und kulturelle Oberzentrum der Region Osthessen.

Internet: www.fulda.de

 


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